Croupier hat keinen Anspruch auf rauchfreien Arbeitsplatz

Nürnberg (D-AH/js) – Ein Croupier, der seit Jahren in einem Kasino mit Raucherbereich arbeitet, kann nicht plötzlich verlangen, nur in den rauchfreien Räumen eingesetzt zu werden. So entschied das Landesarbeitsgericht Hessen (Az. 3 Sa 1792/12).

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline (www.deutsche-anwaltshotline.de) berichtet, ist ein Mann seit 22 Jahren als Croupier in einem Kasino tätig. Er betreute dort Spieltische sowohl im Nichtraucher- als auch gelegentlich im Raucherbereich. Alle Angestellten werden vom Arbeitgeber zu gleichen Teilen im Raucherraum eingesetzt. Der Croupier wollte jedoch nicht weiterhin im Passivrauch arbeiten und verlangte, ihn nur noch in den rauchfreien Bereichen einzusetzen. Schließlich gefährde der momentane Zustand seine Gesundheit. Außerdem gebe es genügend Raucher unter den Mitarbeitern, die im Raucherzimmer arbeiten könnten. Der Arbeitgeber weigerte sich gegen diesen Vorschlag. Daraufhin klagte der Croupier.

Das Landesarbeitsgericht Hessen gab den Kasinobetreibern recht. In der hessischen Spielhalle herrscht kein gesetzliches Rauchverbot. Das war dem Angestellten bereits bekannt, als er den Arbeitsvertrag vor über zwanzig Jahren unterschrieben hatte. „Der Arbeitgeber hatte den Nichtraucherschutz in den letzten Jahren sogar erheblich verbessert, denn vorher war im gesamten Kasino Rauchen erlaubt”, erklärt Rechtsanwältin Andrea Lux (telefonische Rechtsberatung unter 0900/1875000-0 für 1,99 Euro pro Minute) die gerichtliche Entscheidung. Auch ist der Raucherraum mit Lüftungssystem und Klimaanlage ausgestattet worden. Damit habe der Arbeitgeber alle zumutbaren Maßnahmen getroffen, um die Belastung durch den Rauch möglichst gering zu halten. Der Croupier habe außerdem nicht erklärt, warum er sich vom Passivrauch erst jetzt gesundheitlich beeinträchtigt fühlt.

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