Unfreiwilliger Drogenkonsum rechtfertigt Führerscheinentzug

(D-AH/js) – Wird der Führerschein wegen Konsum harter Drogen eingezogen, reicht es nicht, sich einfach mit einem Versehen zu rechtfertigen. So entschied das Oberverwaltungsgericht Sachsen (Az. 421 S48/14) und wies den Einspruch des Fahrers ab.

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline (www.deutsche-anwaltshotline.de) berichtet, wurde einem Mann nach einer Verkehrskontrolle der Führerschein abgenommen. Ein Bluttest hatte gezeigt, dass er sowohl Speed als auch Crystal in erheblichen Mengen konsumiert hatte. Der Mann beteuerte jedoch, schon seit Jahren keine Drogen mehr zu nehmen. Er habe am Vorabend versehentlich sein Getränk mit dem seines Bruders vertauscht, welches offensichtlich die Drogen enthalten habe. Der Konsum sei also unfreiwillig gewesen. Deswegen verlangte er seinen Führerschein zurück.

Das Oberverwaltungsgericht Sachsen wies seinen Einspruch ab.Wer einen positiven Drogentest mit einem Versehen rechtfertigen möchte, muss das glaubhaft schildern können. „Das konnte der Autofahrer aber hier nicht, da der Test auf eine Abhängigkeit hinwies”, erklärt Rechtsanwalt Frank Böckhaus (telefonische Rechtsberatung unter 0900/1875000-0 für 1,99 Euro pro Minute). Denn laut Expertenmeinung ließ die hohe Konzentration der Drogen im Blut des Fahrers darauf schließen, dass er diese regelmäßig einnahm.

Wäre dies das erste Mal seit Jahren gewesen, wie der Mann behauptete, hätte er starke toxische Beschwerden haben müssen. Das machte seine Geschichte mit den vertauschten Getränken und der jahrelangen Abstinenz unglaubwürdig.

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